Essenzielles

Wurzelsysteme

Bäume leben lange. Ein Baum begleitet mehrere Generationen von Menschen. Geht man von 25 Jahren für eine Generation aus, dann würde das heiß...

Freitag, 12. August 2016

Kornelkirsche - Cornus mas

Herrlich wird die Marmelade. Die Mutter einer Freundin schickt oder schenkt mir heute noch ein kleines Glas pro Jahr. Meine absolute Lieblingsmarmelade. Auch Herlitzen- oder Dirndl-Marmelade genannt. Schön sämig, säuerlich, dabei herrlich fruchtig. Schwer zu beschreiben, vielleicht wie eine Mischung aus Erdbeer- und Johannisbeer- mit der Konsistenz einer Hagebuttenmarmelade?
Das Gute an der Kornelkirsche ist, dass sie kaum jemand als essbare Frucht identifiziert. Und selbst wenn mal jemand eine Frucht vom Baum probiert, wird er feststellen, dass sie ziemlich sauer und daher wohl ungenießbar ist.
Gut also für alle, die Kornelkirschen lieben.
Im März ist sie so ziemlich die erste Pflanze, die hierzulande Blüten treibt.

Kornelkirsche, blühend, im März einer der ersten Frühblüher

Kornelkirsche, Blüte

Kornelkirsche, Blüte


Kornelkirsche - Frucht; wenn sie reif ist, ist sie dunkelrot

Kornelkirsche - Blatt mit meist vier bogigen Nervenpaaren

Kornelkirsche - Habitus
Cornus mas - Kornelkirsche


Blutroter Hartriegel - Cornus sanguinea

Es gibt eigentlich nur drei Hartriegel, die bei uns vertreten sind: Den Blutroten Hartriegel, den Tatarischen Hartriegel und die Kornelkirsche. Dennoch hat es mich viel Zeit gekostet, diese Drei eindeutig zu bestimmen.
Der Blutrote Hartriegel hat drei bis vier nach vorne zur Blattspitze hin im Bogen auslaufende Nerven-Paare. Der Tatarische hat bis zu acht Nervenpaare. Gut, wenn die Früchte reif sind, wird die Zuordnung leichter. Aber so lange die noch nicht in ihrer endgültigen Farbe erstrahlen, ist es nicht so locker möglich.

Blüte, Hartriegel

Blüte, Hartriegel

Blutroter Hartriegel - Blüte
Cornus sanguinea - Blätter und unreife Früchte
Die Zweige sind auf der Sonnenseite meist rötlich

Bäume und Sträucher im August und September

Dem Blog eine "logische" Ordnung der Einträge zur Seite zu stellen, ist fast unmöglich.
Eigentlich wollte ich eine alphabetische Übersicht aller Pflanzen und dann noch einmal jeweils eine Gesamtschau zur Jahreszeit.
Idee: Man geht in den Park, guckt auf "Naturnachbarschaften" unter z. B. "Bäume und Sträucher im Juni und Juli" und findet dort den Baum, den Strauch abgebildet, wie man ihn gerade vor sich sieht.
Das bekomme ich aber nicht hin, oder es würde noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ich bereits investiere.
Demnach wird man einige Pflanzen nur in der Übersicht "Juni/Juli" andere wiederum nur unter "August/September" finden.
Hier also nun die Aufstellung der Gewächse, die ich im Hochsommer fotografiert habe.

Kornelkirschen Anfang August
Blutroter Hartriegel - Zweige und Früchte im August

Blutroter Hartriegel - Blüte im August

Freitag, 5. August 2016

Blüte im August und September

Mein Dilemma im Park: Wiesen werden zu oft gemäht.
Das ist fein für jemanden, der Hunde ausführt oder sich einfach nur gemütlich ins Gras legen will. Dumm für Jemanden, der nach "neuen" Blüten sucht.
Es gibt einfach keine Pflanzen, die so schnell wachsen, dass man sie vor der nächsten Maht noch ausmachen kann.
So bleiben mir nur der Waldrand oder kleinste, manchmal übersehene Flächen, um auf mir unbekannte Spezies zu stoßen. Das Ergebnis ist mau.

Wiesen-Schafgarbe
Der Zaun ist ab. Und siehe da, im viele Wochen nicht gemähten Bereich hatten ein paar Pflanzen Zeit, zu wachsen.

Sonnwend-Wolfsmilch

Sonnwend-Wolfsmilch - Euphorbia helioscopia

Sie richtet ihre "Blüten" nach der Sonne aus. Sonnwend-Wolfsmilch.
Einen nahen Verwandten kennen wir alle: Den Weihnachtsstern.
Die Akkuratesse, mit der sie ihren "Schirm" ausbreitet, finde ich beeindruckend.
Der weiße Milchsaft des Stängels ist "zu nichts nutze und gefährlich". Wie der Wolf. So dachte man, als man die Pflanzen-Gattung benannte.

Wirtel aus fünf Blättern, der das Längenwachstum abschließt, dort, wo die "Blütenstängel" entspringen

Sonnwend-Wolfsmilch mit schön erkennbaren dreikammerigen Kapselfrüchten

Sonnwend-Wolfsmilch - Euphorbia helioscopia

Wiesen-Schafgarbe - Achillea millefolium

Der Zaun zum Weg in die "Moderne Stadt" wurde endlich abgebaut. Und gestern Früh habe ich genau den Zeitpunkt erwischt, bevor das, was an Wiese unter und am Zaun wuchs, weichen musste.
Nach Abbau verblieb ein Gras-Streifen, in dem ich Pflanzen fand, die im Park sonst keine Chance haben, sich zu entwickeln, obwohl sie Bestandteil vieler Sommerwiesen sind. Und hier wünschte ich mir einmal mehr, dass zumindest eine kleine Wiese des Parks vom vielen Mähen verschont bliebe.

Die Schafgarben zeichnen sich bei näherem Hinsehen durch reizvolle Blütenstände aus. Außen Zungenblüten, innen Röhrenblüten. Nun, das ist in der Natur keine ungewöhnliche Bauart, aber hier sind die inneren Röhrenblüten groß, erkennbare "Blüten-Kelche". Guckt man in die Wiese, sieht man das Gesamtbild der Dolden. Beugt man sich über die Schafgarbe, sieht man einzelne Blüten, die noch einmal aus inneren Einzelblüten (Röhren) und äußeren Blüten-Kronblättern zusammengesetzt scheinen (Zungen). Bei näherer Betrachtung eine zum Niederknien schöne Blume.


Achillea millefolium

So kennt man sie, die Schafgarbe

Wiesen-Schafgarbe

fiederspaltige Blätter der Schafgarbe, oben am Stängel sitzend